Camping in Dänemark 2021 – Das solltest Du beachten

28. Dezember 2020

Bei Kerzenlicht dem Prasseln des Regens zuhören, mit einem guten Buch eingekuschelt in eine warme Decke – so kann man „Hygge“, das dänische „Gemütlich/Geborgen“, so richtig nachempfinden. Aber nicht nur an solchen Tagen kann man Hygge spüren. Auch zusammen mit Freunden, beim Essen oder bei Unternehmungen in der Natur, ist es Hygge – denn Hygge ist überall und das ganze Jahr. Und Dänemark hat noch viel mehr zu bieten. Von Hamburg nur zwei Autostunden entfernt und schon ist man da – im Land der rot-weißen Flaggen und der Legosteine. Das liebenswerte Königreich im Norden von Deutschland wird immer beliebter für Campingtrips und wir erzählen Dir, was es alles beim Camping in Dänemark zu beachten gibt!

Autobahnen, Maut und alles, was im Straßenverkehr zu beachten ist

Das Hauptverkehrsmittel zur Einreise nach Dänemark ist das Auto. Dennoch ist auch die Fähre von Hamburg, Rostock oder Kiel eine Option, die nicht nur Autokilometer spart, sondern auch ein Erlebnis ist.

Verkehrsregeln und Vorschriften zum Parken

Viele Verkehrsregeln sind ähnlich wie in Deutschland. Innerorts ist die Geschwindigkeit auf 50km/h begrenzt, auf Landstraßen darf 80km/h gefahren werden. Anders als in Deutschland gilt zusätzlich ganztägig eine Abblendlichtpflicht.

Beim Camping in Dänemark solltest Du immer darauf achten, Deinen Camper nur an ausgeschilderten Stellen zu parken. Bezahlt wird meist per Park-App oder an Parkautomaten, die oft nur mit Kartenzahlung funktionieren. An neueren Parkautomaten muss das Nummernschild angegeben werden. Bezahlt wird beim Verlassen des Parkplatzes.

Du solltest Dich an alle Verkehrs- und Parkregeln halten, denn Verkehrsdelikte sind sehr teuer. Ausländer:innen müssen Bußgelder sofort in bar oder mit Kreditkartenzahlung begleichen.

Motorvej - die dänischen Autobahnen

Auf Autobahnen gilt ein Tempolimit von 130km/h, das oft reduziert ist.

Die fünf wichtigsten Autobahnen sind alle mit einem „E“ gekennzeichnet und verbinden die wichtigsten Städte Dänemarks miteinander. Die E20 führt von Esbjerg an der Ostseeküste bis zur Øresundbrücke und weiter nach Schweden. An der Grenze bei Flensburg beginnend endet die E45 erst in Frederikshavn in Nordjütland und durchquert somit Dänemark von Süden nach Norden. Für das Camping in Dänemark ist diese Verbindung natürlich super, um schnell und unbeschwerte an alle Ort zu kommen, an die Du gerne reisen möchtest. Zudem gibt es einige kürzere Autobahnen, die meist von der E20 und E45 abzweigen oder sie schneiden.

Maut, Brückengebühr und Fährfahrten

Eine Straßenmaut gibt es in Dänemark nicht. Wenn du mehr über die Vignetten rausfinden willst, kannst Du bei unserem Blogeintrag „Vignetten in Europa“ vorbeischauen. Viele Brücken kosten allerdings Gebühren. Für die Øresundbrücke, die den Südosten Dänemarks mit Schweden verbindet, zahlst Du aktuell für ein Fahrzeug unter 6m 54€ bzw. 390dkk. Nach dem Camping in Dänemark kannst Du also ganz problemlos über die spektakuläre Brücke nach Schweden weiterreisen.

Von vielen Küstenorten kann man mit der Fähre nach Skandinavien und auf die dänischen Inseln, aber auch nach Island, Grönland und Färöer übersetzen.

Es ist zu empfehlen Fähren und Brückengebühren schon im Voraus online zu buchen. Dies führt nicht nur zu kürzeren Wartezeiten, sondern spart auch ein bisschen Geld.

Mit dem Camper durch das „Kongeriget Danmark“

Das Klima Dänemarks ist durch die Nähe zum Meer sehr mild. Die Höchstwerte im Sommer betragen knappe 20°C. Im Winter nähern sich die Temperaturen dem Nullpunkt an. In den Sommermonaten kann man oft die Sonne genießen, von Oktober bis Januar nehmen die Regentage etwas zu. Trotzdem springen viele Dänen täglich in ihr geliebtes Meer, was sie weiterhin zu einem starken Wikingervolk macht.

Dadurch, dass es um die Sonnwende beinahe 18 Stunden am Tag hell ist, ist der Sommer ideal, um Dänemark mit dem Camper unsicher zu machen und viel zu erleben. Wenn einem ein bisschen Regen und Wind nichts ausmachen, ist Camping in Dänemark das ganze Jahr zu empfehlen. Im Frühling und Herbst leuchten die Farben der Natur aufgrund der Lichtverhältnisse noch ein bisschen mehr und Schauer ziehen meist schnell vorbei.

Campingplätze und Reservierungen

In Dänemark gibt es ca. 500 Campingplätze, wovon ungefähr 300 Teil des Campingplatzverbunds „DK-Camp“ sind. Von Mai bis Oktober sind nahezu alle Campingplätze geöffnet, ungefähr ein Viertel bietet ganzjährig Stellplätze an. Du kannst also das Camping in Dänemark problemlos ganzjährig genießen!

Die Kosten pro Stellplatz setzen sich meist aus Stellplatzmiete, Preis pro Person und weiteren Gebühren wie Strom, WLAN und Ähnlichem zusammen. Für zwei Personen mit Camper sollte man zwischen 30€ und 50€ einrechnen, wobei die Preise, abhängig von Ort und Saison, stark variieren. Für die Reservierung, die vor allem in der Hauptsaison empfohlen ist, fallen teilweise Bearbeitungsgebühren an.

Bei einigen Campingplätzen kann vor der Schranke von 20 bis 10 Uhr für eine kleine Gebühr übernachtet werden.

Vergiss nicht die Camping Key Europe-Karte (CKE)

Auf vielen Campingplätzen brauchst Du die Camping Key Europe-Karte (CKE). Die Karte kannst Du im Voraus online beantragen oder am ersten Campingplatz kaufen. Sie kostet einmalig knapp 20€ pro Fahrzeug und gilt für ein Jahr. Zudem ermöglicht die CKE-Mitgliedschaft ein schnelles Ein- und Auschecken auf Campingplätzen, beinhaltet eine Unfallversicherung und oft gibt es mit der Karte auch etwas Rabatt. Da die CKE-Karte nicht nur für das Camping in Dänemark, sondern auch in den skandinavischen sowie 16 weiteren Ländern gilt, ist sie zu empfehlen und zahlt sich schnell aus.

Wildcampen in Dänemark

Im Gegensatz zu Norwegen und Schweden gilt in Dänemark das Jedermannsrecht nicht. In Dänemark ist Camping also nur auf Privatgrund erlaubt. Um Dich noch besser auf die Stellplatzsuchen vorzubereiten, kannst Du auch mal bei unserem Blogeintrag „Stellplätze finden – Top Apps zur Stellplatzsuche“ vorbeischauen. Unzählige individuelle Stellplätze, die kostenlos sind oder nur wenige Kronen kosten, findet man zudem auf Seiten wie Camper-Parkering.dk und Stellplatz-Danmark.dk.

An Plätzen, an denen Parken erlaubt ist, solltest Du Tische, Stühle und Ähnliches im Camper lassen. Sonst wird es eine teure Nacht, denn dies kann mehrere tausend Euro kosten. Für mehr Infos zum Wildcamping, sieh Dir doch unseren Blogeintrag „Wildcampen mit dem Camper“ an.

Los geht Dein einzigartiges und individuelles Abenteuer – Camping in Dänemark