Camping in den Bergen – unser erstes Mal beim Campen

17. November 2021

Dieses Mal ist Fabienne bei uns zu Gast und erzählt Dir von ihrem Wochenend-Roadtrip zum Camping in den Bergen.

Oktober 2021: Letztes Wochenende ist ein seit längerem ersehnter Wunsch in Erfüllung gegangen, denn ich war das erste Mal mit dem Camper unterwegs. Gemeinsam mit meiner Schwester überlegte ich, wohin wir am ersten Oktoberwochenende fahren könnten. Uns war sofort klar, es muss ein Platz mit schönem Ausblick am Morgen sein! Also wo ist es am schönsten? Wo liegt man abends im Bett und freut sich schon auf den nächsten Tag? Die Lage von Campingplätzen ist da auf jeden Fall ausschlaggebend. Da würde sich ein See in den Bergen doch wunderbar anbieten. Wir entschieden uns für den Walchensee in Bayern, da man von dort aus am nächsten Tag easy wandern gehen kann. Bei der Suche nach Campingplätzen in der Umgebung des Sees wurden wir schließlich fündig. Wir fanden einen Campingplatz, der mehrere Stellplätze direkt am See hatte.

Nunjaaa, man kann alles noch so schön planen und buchen, jedoch kommt es oftmals dann ganz anders, als man eigentlich denkt. 😀 Donnerstagmittag kam aufgrund eines Krankheitsfalls die Absage vom Campingplatz, denn leider mussten sie dadurch verfrüht ihre Stellplätze schließen.

Uff! Einen Tag vor Abreise noch einmal umplanen und neue Campingplätze suchen… Ob wir jetzt weiter in Deutschland nach einem Campingplatz suchen oder doch in ein anderes Land fahren, blieb uns jetzt offen. Das eigene Land hat ja auch viele schöne Seiten zu bieten. Die Auswahl der Ziele ist groß und alles ist möglich: der Hopfensee oder der Forggensee in Füssen, der Tegernsee, der Attersee und der Mondsee oder doch der Achensee in Österreich? Da wir noch einem keinem der Seen waren, wussten wir auch nicht, wo es am schönsten ist. Einer der Top-Favoriten ist auf jeden Fall der Mondsee gewesen, aber dieser liegt auch viel weiter entfernt als die anderen und ist deshalb rausgefallen. Wir entschieden uns ebenfalls gegen das Camping am Hopfensee und Forggensee.

Nach ein paar Telefonaten stand unser neues Ziel nun fest: der Achensee. Der Weg und die Kilometeranzahl waren ungefähr gleich wie zuvor und die Auswahl der Stellplätze war mindestens genauso schön. Also auf in das benachbarte Land – nämlich nach Österreich zum Achensee!

Camping in den Bergen in Österreich

Wir mussten mit zwei Autos anreisen, da wir aus unterschiedlichen Richtungen kamen. Die Richtung meiner Schwester war eindeutig die Bessere, denn ich brauchte aufgrund des Staus statt 02:50h satte 04:30h 😀

Die ausgemachte Ankunftszeit war lange hinfällig, aber durch den stetigen Kontakt während der Fahrt mit den Mitarbeiter:innen von CamperBoys lief trotzdem noch alles gut. Bei der Ankunft gab’s erstmal eine kühle Limo, um nach der langen Fahrt mal kurz chillen zu können. Trotz der Verspätung wurde uns der Camper in Ruhe erklärt und gezeigt. Wir schauten uns jede Seite von außen und alle Ecken des Campers an und kamen dabei besonders ins Staunen, wie viel man darin verstauen kann.  Theoretisch hätte eine ganze Familie inklusive zwei Kinder darin Platz. Wobei dafür ein Grand California geeigneter wäre, die es ja bei CamperBoys auch gibt.

Mit dem Einbruch der Dunkelheit kamen wir dann auch endlich mal los. Die Berge werden wir jetzt heute Abend nicht mehr sehen, dachte ich, denn das ist immer am schönsten, wenn man in die Alpen fährt. Tjaaa, und was soll ich sagen, wir dachten eigentlich auch, dass wir noch gemütlich auf dem Weg oder irgendwo in der Nähe vom Campingplatz einkaufen und bei Ankunft kochen könnten… aber nope.

Wir hofften in keinen Stau mehr zu kommen, was auch einigermaßen so lief. Wir machten kurz an der Raststätte Halt, um dort unser Abendessen to go mitzunehmen. Denn bis wir an Ort und Stelle oder besser gesagt beim Campingplatz ankommen würden, ist sicherlich in jedem Restaurant die Küche zu und es gibt nichts mehr zu Essen. Wir telefonierten mit dem Stellplatz und versicherten vor 22:00 Uhr dort zu sein, da die Schranke vom Campingplatz nur bis dahin geöffnet bleibt. Wir fuhren den Achensee entlang, vorbei an zwei weiteren Campingplätzen bis wir an unserem ausgesuchten Platz – zum „Camping in den Bergen“ ankamen.

21:50 Uhr top Punktlandung! Im Schein der Taschenlampe suchten wir uns unseren Stellplatz zwischen den anderen Wohnwagen aus, bauten das Bett auf, machten uns fertig für’s Schlafen gehen und kuschelten uns anschließend direkt in den Van. Ein Glück, dachte ich, Wildcampen wäre nämlich bei Dunkelheit für uns keine so tolle Option gewesen. Die Lage und den Blick auf den See konnten wir im Dunklen leider nicht mehr so gut erkennen. Wenn uns der Stellplatz morgen früh nicht mehr passt, park ich halt eben kurz um, dachte ich, denn es gab bestimmt noch mehr freie Plätze und schlief ein.

Die erste Nacht im Campervan am Achensee

Im Van schläft man top – stellten wir am Morgen beide fest. Dann stand erst einmal duschen und Frühstück besorgen auf dem Plan, denn am Abend zuvor gab es ja nichts mehr. Wir hatten mega Glück mit dem Wetter: die Sonne schien und es war angenehm warm. Also beschloss ich, ich möchte definitiv draußen frühstücken. Beim Frühstück planten wir, welche Wanderungen wir am Wochenende unternehmen möchten.

Auf dem Campingplatz sahen wir uns am Morgen etwas um. Der Platz liegt keine 100 Meter entfernt zum See, es gibt einen Spielplatz für Kinder in nächster Nähe und zum Badestrand ist es auch nicht weit. Des Weiteren gibt es ein Restaurant direkt neben dem Platz, sowie genügend Stellplätze für Wohnwägen, Zelte oder Wohnmobile. Egal, wo man steht, das tolle ist: man sieht immer die Berge oder den großen See. Der Service sowie der Preis sind super. Der Achensee bietet eine große Vielfalt an Möglichkeiten – ob Wanderungen, Rad fahren, Wassersport, Angeln oder Spazieren gehen – für jeden ist etwas dabei. Möchte man Wellness im Urlaub machen, gibt es direkt neben dem See im gleichen Ort ein Panoramabad für Familien, welches das ganze Jahr über geöffnet hat. Egal ob für die kleinen oder großen Gäste – es gibt Rutschen sowie auch Saunen und somit ist auch hier für jeden etwas dabei. Das Bad liegt direkt mit Blick zum See.  Wir finden, der Campingplatz im Allgemeinen liegt ganz schön, da man durch die direkte Nähe zum See zahlreiche Möglichkeiten hat, was man unternehmen kann.

Wandern, Gipfelradler & warme Suppe

Danach ging es zu Fuß durch den Ort zur Rofanbahn und damit dann direkt hoch ins Gebirge in die Alpen. Das Rofangebirge bietet viele Wanderungen und es gibt auch einige Klettersteige. Neben Wandern und Klettern kann man auf dem Berg oben vom Gschöllkopf mit der Airrofan eine Art Adlerflug erleben. Wir sind von dort zum Gruber See und zurückgewandert. Superschön hier oben! Der Blick über die Berge ist sagenhaft und meiner Meinung nach das Beste beim Wandern. Sehr zu empfehlen, wenn man das Bergpanorama so liebt wie wir. Auf dem Rückweg, bevor es mit der Bahn wieder runter ins Tal ging, machten wir noch Halt bei einer der drei Hütten. Nach dem Wandern ein kühles Gipfelradler und eine große Portion Kaiserschmarrn. Wer kann da schon widerstehen? So muss ein perfekter Samstag aussehen!

Unten im Tal angekommen, kauften wir noch für unser Abendessen ein, bevor es dann zurück zum Campingplatz ging. Es gab Käse-Lauch-Suppe. Das Rezept dazu findet ihr bald auch auf dem Blog. Bis dahin kannst Du Dich hier inspirieren lassen.

 

Wir stellten fest, dass es mittlerweile schon früh dunkel wurde, also musste die Taschenlampe zum Kochen herhalten. Naja, der Sommer war ja auch schon vorbei. Mit dicken Pullis, warmer Suppe, Markise des Vans über uns und einer Kerze auf dem Tisch war es aber doch sehr gemütlich und warm genug, um noch etwas draußen sitzen zu können.

Der zweite und letzte Tag

Auch die zweite Nacht im Van war ebenfalls bequem und ruhig. Genauso wie am Tag zuvor konnten wir Sonntagmorgens auch mit Tee und einem leckeren Frühstück draußen starten; dabei den Blick auf die Berge und den See. Hach, herrlich! Ein Camper bietet beim Reisen einfach die beste Aussicht. Es ist schon besonders, dass man so viele Möglichkeiten hat, wo man beim Camping stehen kann. Allein Deutschland hat ja schon sehr viele schöne Campingplätze zu bieten. Hier findest Du ein paar tolle Campingplatz-Tipps!

Unseren letzten Tag verbrachten wir am Achensee, da wir davon bis jetzt noch nicht sehr viel gesehen hatten. Gegen 15 Uhr machten wir uns auf den Rückweg nach Deutschland genauer gesagt nach München zu den CamperBoys. Wir hielten noch bei einer Käserei ganz in der Nähe des Tegernsees, um ein Stück guten Käse für uns als Mitbringsel mitzunehmen. Das Wochenende hatte im wahrsten Sinne des Wortes Bilderbuchwetter und viel Sonne. Wer rechnet damit, dass es zu dieser Zeit im Jahr noch einmal so warm wird. Dies war leider auch der Grund für den vielen Verkehr. Der Weg zurück aus den Bergen war ähnlich wie der Hinweg. Stau, Stau, Stau….Ein Glück haben die Camper ein Automatikgetriebe – das macht zumindest das ständige Anfahren angenehmer. Aber kein Wunder – so ein Wetter im Oktober musste ja auch jeder nochmal ausnutzen.

Funfact: aufgrund des Staus kamen wir fast mit der gleichen Verspätung wieder am Standort in München bei den CamperBoys an. Aber durch den guten Service sowie die Erreichbarkeit der Mitarbeiter:innen von CamperBoys war das auch kein großes Problem. Darin sind wir uns also in gewisser Weise treu geblieben. Es lief trotzdem alles gut, für den Stau kann ja keiner was. Man muss das Beste draus machen und die Hauptsache ist, dass man wieder gesund und wohlbehalten ankommt.

Ein sehr gelungenes Wochenende mit meiner Schwester in den Bergen im goldenen Oktober 2021. 🙂 #qualitytime

Fazit: we loved it

Camping in den Bergen lohnt sich auf jeden Fall. Direkt neben den Bergen aufzuwachen und einen der schönsten Seen in unmittelbarer Nähe zu haben – etwas Besseres kann man glaube ich nicht finden! Die Lage war wirklich unschlagbar. Auch die Größe des Campingplatzes war ideal. Wir finden vor allem kleinere Campingplätze am schönsten, da es irgendwie familiärer und gemütlicher ist.

P.S.: Wir hatten viel zu viel dabei 😀 die Camper sind echt gut ausgestattet. Kleine Leckereien von kooperierenden Firmen finden sich überall im Van. Alltägliche Dinge wie Salz, Pfeffer, Kaffee, Müllbeutel und auch Zeug zum Abspülen (Schwamm, Seife etc.) gibt es ebenfalls. Da hat jemand besonders gut mitgedacht!