Zwei Wochen Camping in Frankreich – was auf keinen Fall fehlen darf

3. Dezember 2021

Wer an Frankreich denkt, dem fällt als erstes vermutlich die Hauptstadt Paris ein. Danach folgen dann die Normandie und Côte d’Azur. Alleine die Szenerien und Landschaften, die man dort vorfindet, bieten eine unfassbare Vielfalt. Und das ist noch nicht alles. Vor allem, wenn es um Camping in Frankreich geht, hat dieses wunderschöne Land noch so einiges mehr zu bieten.

Von Städten wie Paris und Bordeaux, über Weinstraßen bis hin an die Mittelmeerküste mit Orten wie Nizza und Saint Tropez im Süden oder die Atlantikküste im Westen mit der schönen Bretagne. Frankreichs traumhafte Landschaft sind immer eine Reise wert.

Vor allem Frankreichs Atlantikküste lohnt es sich zu erleben. Eine Küste, die meiner Meinung nach viel zu wenig Aufmerksamkeit bekommt und absolut unterschätzt wird.

Campingurlaub in Frankreich an der Atlantikküste

Bevor ich zwei Wochen Campingurlaub an der westlichen Küste Frankreichs gemacht habe, hatte ich dieser selbst nie wirklich mein Interesse geschenkt. Und jetzt zählt sie für mich zu den schönsten Reisezielen in Frankreich. Wer braucht schon das Mittelmeer, wenn man Kilometer lange Strände umgeben von Natur haben kann?

Vor allem mit dem Camper lohnt sich ein Urlaub an der französischen Küste. Es gibt zwar viele süße Orte, jedoch ist es vor allem die Natur dazwischen, die es zu entdecken gilt. Dünen, Sandstrände, Pinienwälder – all das bietet euch die Landschaft am Atlantik in Frankreich. Weiter oben Richtung Norden findet man vermehrt Klippen, die schönsten Strände wiederum gibt es weiter unten in Richtung Spanien.

Von Deutschland aus an den Atlantik: die schönsten Regionen für den Campingurlaub in Frankreich

Nicht nur aufgrund der Flexibilität, sondern auch aufgrund der schönen Route lohnt sich ein Campingurlaub in Frankreich. Wer von Deutschland aus an den Atlantik fährt, der wird noch mehr der französischen Landschaft erleben können.

Von Norddeutschland bis zum Atlantik in Frankreich

Vom Norden aus ist die Anreise zwar etwas weiter, jedoch geht es durch beliebte Regionen wie die Normandie und eventuell sogar bis in die Bretagne. Und sogar ein kleiner Stopp in Paris wäre möglich, die berühmte französische Hauptstadt ist mit seiner Kultur und den zahlreichen Sehenswürdigkeiten schließlich immer ein großartiges Reiseziel.

Du willst auch so ein tolles Campingerlebnis genießen?

Von Süddeutschland aus mit Stopp am Mittelmeer bis in den Westen Frankreichs

Wer aus dem Süden losfährt, kann wiederum zahlreiche Landschaften entdecken, in denen Wein angebaut wird. Wer etwas mehr Zeit hat, kann die Atlantikküste auch von unten ansteuern und über Italien oder die Schweiz einreisen. Auf der Strecke lohnt sich bei ausreichend Zeit der Umweg an die Mittelmeerküste, wo Du ein paar Stunden in Nizza, Saint Tropez und der Côte d’Azur im Allgemeinen genießen kannst. All diese kleinen Orte sind tolle Reiseziele und lohnen sich auf einem Campingurlaub für kurze Aufenthalte, bevor es weiter zum nächsten Campingplatz geht.

Die Liste der Landschaften und Orte, die es sich beim Camping in Frankreich anzuschauen lohnt ist endlos lang. Und die Anreise aus Deutschland bietet unzählige Routen und Möglichkeiten. Klar ist auf jeden Fall, dass es eine traumhafte Fahrt sein wird, auf der Du das Land näher kennenlernen kannst.

So findest Du die schönsten Campingplätze in Frankreich in der Atlantik Region

In Frankreich gibt es zahlreiche Campingplätze, die sowohl für junge Leute als auch Familien mit Kindern super geeignet sind. Um geeignete Campingplätze zu finden empfehle ich euch die App Park4Night zu verwenden. Hier findest Du immer einen passenden Stellplatz für Deinen Urlaub mit Camper. Je nach Saison kannst Du sogar auf den Parkplätzen direkt hinter den Dünen übernachten.

Generell gilt auch in Frankreich, dass Wildcampen nicht wirklich erlaubt ist. Man darf jedoch oft an Straßenrändern oder Parkplätzen parken solange man Vorzelt, Campingtisch & Co. nicht aufbaut. Dies ist jedoch meist nur außerhalb der Hauptsaison ab Oktober/ November möglich. Genaueres zum Wildcamping findest Du natürlich auch in unserem Blogartikel „Wildcampen mit dem Camper – unsere Tipps„.

Das darf beim Camping in Frankreich am Meer auf keinen Fall fehlen

Dass Frankreichs Landschaften von der Normandie über die Bretagne, entlang der Atlantikküste und bis hin zur Mittelmeerküste vieles zum Entdecken und Genießen zu bieten hat, weißt Du inzwischen. Sich hier für eine geeignete Reiseroute zu entscheiden und nur eine kleine Auswahl an Reisezielen innerhalb von Frankreich festzulegen kann da auf jeden Fall zu einer Herausforderung werden. Daher möchte ich euch als allererstes folgenden Tipp geben:

Entscheidet euch nur für eine grobe Route. Legt fest, was Du auf jeden Fall machen möchtest und schaut dann auf dem Weg, wo es euch hinzieht. Möchtest Du an den Strand und das Meer, sollen auf dem Weg Städte wie Paris oder vor allem Regionen wie die Normandie angesteuert werden? Zieht es euch in die Natur oder in Städte?

Camping erfordert einen perfekten Mix aus Planung und Flexibilität. Informiert euch vorab grob, was in Deine geplanten Zeit machbar ist, wo es ausreichend Campingplätze gibt und welche Regionen eher zu vermeiden sind. Eine grobe Planung reicht hier vollkommen aus, Du musst nicht unbedingt vorab schon Campingplätze buchen. Ein Campingurlaub wird eh nie nach Plan verlaufen, daher darf die Flexibilität beim Camping in Frankreich (sowie überall sonst) auf keinen Fall fehlen.

Camping in der Natur und am Meer - was muss auf jeden Fall mit?

Ich möchte euch an dieser Stelle nicht eine weitere Packliste für Deinen Urlaub mit Campervan zusammenstellen. Was Du für’s Camping auf jeden Fall einpacken musst, weißt Du vermutlich bereits. Wer jedoch viel Zeit in der Natur, in der Nähe zum Strand und Meer verbringen möchte, der sollte sich ein wenig anders vorbereiten als jemand, der auf einem Campingplatz oder in der Nähe einer großen Stadt steht.

Der Urlaub in der Natur muss ein wenig besser vorbereitet werden, um die Zeit so richtig genießen zu können. Klar, Flexibilität und Spontanität darf auch hier nicht fehlen. Vor allem wenn sich das Wetter mal dreht ist dies gefragt.

Du hast Lust auf einen Frankreich Roadtrip, weißt aber nicht genau wohin oder welche Campingplätze die besten sind? Dann schau Dir den CamperBoys Routenservice an. Wir planen Deinen Roadtrip nach Deinen individuellen Wünschen bis ins kleinste Detail.

Schlechtes Wetter beim Camping sollte vorbereitet werden

Schlechtes Wetter ist außerdem ein Faktor, den es zu berücksichtigen gibt, wenn Du in der Natur stehst. Während Campingplätze in Frankreich in der Regel auch ein großes Angebot an Freizeitaktivitäten für Groß und Klein, vor allem für Familien und Kinder bietet, gibt es diesen Luxus in der Natur eher selten. Hier hast Du stattdessen den Luxus wunderschöner Aussichten, von viel Ruhe und teilweise einem menschenleeren Strand hier und da.

Was aber machen, wenn das Wetter doch mal etwas schlechter ist? Die Landschaft wird auch dann ihren ganz besonderen Charme haben, man möchte sie nur vermutlich von drinnen genießen. Für so einen Fall solltest Du auf jeden Fall Dinge wie eine Musikbox sowie Gesellschaftsspiele dabeihaben. Auch mit einem guten Buch kannst Du im Urlaub nichts falsch machen. Stellt euch vorab auf die Möglichkeit von schlechtem Wetter ein und nehmt entsprechende Unterhaltung mit, so wird keine Langeweile aufkommen.

So macht Kochen im Campingurlaub Spaß

Viele Campingplätze in Frankreich verfügen über Restaurants oder Imbisse. Und wenn sie mal keine haben, dann findet man diese in der nächstgelegenen Stadt. Wer einen Camper mit einer kleine Küche hat, braucht diese jedoch gar nicht. Denn im Camper lässt es sich hervorragend kochen. Für mich darf eine Küche oder zumindest ein kleiner Grill oder Kocher nicht fehlen, denn die Möglichkeit sich selbst Essen zubereiten zu können bietet viel mehr Flexibilität und macht es möglich länger autark zu stehen.

Du solltest lediglich vorab schon Rezepte raussuchen, die Du ganz einfach kochen kannst und Deinen Einkauf entsprechend planen. Das wird definitiv für weniger Stress sorgen und mehr Zeit zum Genießen bieten.

Wer noch Ideen braucht, der findet im CamperBoys Blog ein paar Beiträge mit Tipps rund um die Themen Grillen und Kochen im Campingurlaub inklusive toller Rezepte.

Was Du für's Camping in Frankreich nicht einpacken musst

Viele Packlisten verraten Dir, was Du alles einpacken sollst. Generell gilt beim Camping jedoch weniger ist mehr. Vor allem, wenn es um Kleidung geht. Platz ist beschränkt verfügbar und sollte sinnvoll genutzt werden. Überlegt euch daher zweimal, ob Du wirklich fünf Hosen, drei Jacken, 10 Oberteile und drei Paar Schuhe brauchst. Ich kann Dir mit Sicherheit sagen, dass Du am Ende eh nur die Hälfte anziehst, nämlich genau die Hälfte, die immer vorne liegt. Was Du wirklich brauchst, findest Du auch hier.

Auf jeden Fall zu Hause lassen solltest Du Deine Wertsachen. Diese wirst Du mit sehr großer Wahrscheinlichkeit eh nicht brauchen. Kein Strand, kein Meer und auch sonst niemanden wird es interessieren, welche Uhr Du am Handgelenk oder welche Designertasche auf der Schulter trägst. Diese gehören so oder so an keine Sandstrände und auch nicht in die Bretagne oder eine andere Region Frankreichs.

Hab keine Angst, dass Du etwas vergessen könntest

Wer Angst hat, etwas zu vergessen: das meiste kannst Du auch in einem anderen Land wie Frankreich schnell und einfach nachkaufen. Achte daher nur darauf, dass Du all das mitnimmst, was Du nicht eben in einem Supermarkt, einer Apotheke oder ähnlichem kaufen kannst.

In der Regel zählen hierzu Unterlagen wie Ausweise oder Pässe sowie wichtige Medikamente.

So macht Camping noch mehr Spaß

Bei der Planung Deines Campingurlaubs und der Zusammenstellung einer Packliste besteht vermutlich nahezu 100% aus materiellen Dingen. Wer etwas erleben und die Zeit in Frankreich beim Camping genießen möchte, der sollte jedoch an all das denken, was in keinen Koffer passt. Ganz egal, ob Du freistehst oder auf Campingplätze fährst, Du solltest vor allem eines nicht vergessen: gute Laune.

Es kann immer mal passieren, dass die Dinge nicht so laufen wie geplant. Berühmte Sehenswürdigkeiten sind überfüllt und Du findest keinen Parkplatz, das Wetter ist nicht gut genug, um an die Strände zu fahren, ein toller Campingplatz lässt sich nicht mehr buchen oder die Region am Mittelmeer ist doch zu weit weg und kann nicht mehr angesteuert werden.

Wie schlimm sind diese Dinge wirklich? Sind sie Grund genug, um euch die Stimmung zu verderben? Definitiv nicht.

Eine Camping Faustregel: Gute Laune an, Erwartungen aus

Du solltest jedoch nicht nur gute Laune einpacken, sondern Deine Erwartungen gleichzeitig zu Hause lassen. Denn die Erwartungen sind es oft, die der guten Laune im Weg stehen. Das hört sich vielleicht leichter an als gesagt, versuch es aber einfach mal und Camping in Frankreich wird mit Sicherheit zu einem unvergesslichen Erlebnis.

Camping an der französischen Küste ist ein Paradies für Wassersportler

Zum Schluss möchte ich noch auf das Thema Frankreich und der Wassersport eingehen. Denn wer hätte gedacht, dass man Camping sowie Wassersport an der französischen Küste so gut miteinander verbinden kann?

Ich selbst hatte zuvor schon davon gehört, dass das Meer im Westen Frankreichs vor allem für Surfer so einiges zu bieten hat. Konnte es aber nie so richtig glauben, bis ich selbst diese Surfer Kultur vor Ort erlebt habe. Tatsächlich findest Du in Frankreich sehr beliebte Surferstrände und das auch außerhalb des Örtchens Biarritz. Im Übrigen ein weiterer Tipp von mir, denn dieser Ort ist in jedem Fall mindestens einen kleinen Zwischenstopp wert.

Surfen lernen in Frankreich

Die Kilometer an Sandstränden im Westen Frankreichs sind ein wahres Paradies für Surfer. Vor allem die Region zwischen Bordeaux und Biarritz ist super für Beginner geeignet. Wenn Du also schon immer einmal wissen willst, wie es so ist auf den Wellen zu reiten, dann pack für Deine Campingreise durch Frankreich auf jeden Fall auch ein wenig Zeit sowie Badesachen ein. Surfboard und Wetsuit bekommst Du in der Regel vor Ort.

Freistehen oder Campingplatz?

Entlang der Meeresküste im Westen von Frankreich gibt es viele Möglichkeit das Camping mit Surfen zu verbinden. Je nach Saison kannst Du auf einem der Parkplätze den Camper frei hinstellen oder aber Du gehst auf einen der Campingplätze. Vor allem bei den Campingplätzen findest Du viele, die direkt am Meer gelegen sind, wo Du auch zahlreiche Surfschulen finden kannst.

Die Wahl des Campingplatz solltest Du nach Entfernung zum Meer wählen, denn so ein paar Stunden im Wasser können ganz schön anstrengend sein. Da ist es am besten, wenn der Weg zurück zum Campervan dann nicht so weit ist und man sich direkt abduschen, eine kleine Stärkung machen und sich danach ganz entspannt auf dem gewählten Campingplatz wieder erholen kann.

Weitere Wassersportarten in Frankreich

Neben dem Surfen oder auch Wellenreiten, ist Frankreich ebenfalls ein beliebter Ort für Kitesurfer, Fun- sowie Bodyboarder aber auch Stand Up Paddling sowie Kajaking. Die französische Küste bietet eine Vielzahl an Sportarten, die man im Wasser ausüben kann. Hier ist für Jung und Alt gleichermaßen viel dabei und auch Familien und vor allem Kinder werden hier ihren Spaß haben.

Der Wassersport bietet eine tolle Alternative zu anderen Aktivitäten, wie Wein trinken oder Wandern, für die ein oder andere französische Region sehr beliebt ist. An der Küste liegt der Fokus auf dem Wassersport, probiert es doch direkt einmal aus und denkt dran hierfür ein wenig Zeit miteinzuplanen.