Elternzeit: Camping mit Kind

25. November 2022

Roadtrip an die Französische Atlantikküste

Für unsere Elternzeit Reise mit dem Camper haben wir uns als Reiseroute für die französische Atlantikküste entschieden. Wir starteten im Juni, noch kurz vor der großen Reisewelle. Uns standen knapp 3 Wochen zur Verfügung, was uns lang genug erschien, die vielen Kilometern ab Hamburg anzugehen. Für uns war es nicht die erste Reise in einen Camper, denn vor Corona waren wir mit unserer ersten Tochter mehrere Wochen außerhalb von Europa in Neuseeland unterwegs. Mit Kind Nummer zwei wollten wir auch gemeinsam als Familie, verschiedene Orte ohne Termine und Verpflichtungen bereisen.

Urlaub mit der Familie im Camper

Campingurlaub bedeutet für uns als Familie größte Flexibilität. Längere Stopps und Planänderungen sind kein Problem. Wir haben die Kontrolle über das Wo, Wann und Wie, was natürlich das Reisen mit Kindern deutlich entspannter macht. Bei der Campervan Auswahl haben wir uns bei Camperboys für den Volkswagen Grand California 600 entschieden, weil uns die großzügigen Platzverhältnisse, die komfortable Ausstattung, das große Bett sowie das zusätzliche Hochbett gefielen. Durch die Größe des Campers bekommst du alles unter, dein Gepäck und sogar einen Kinderwagen. Nicht umsonst trägt das Fahrzeug die Bezeichnung „Tiny House“.

Tipps und Tricks für lange Autofahrten

Längeres Autofahren ist für Kinder häufig langweilig. Damit es für alle Beteiligten nicht so anstrengend wird, fuhren wir so häufig wie möglich während des Mittagsschlafs oder in den Abendstunden. Dann war die Wahrscheinlichkeit groß, dass wir alt Elternteil 2-3 Stunden am Stück durchfahren konnten. Die Kindersitze konnten wir problemlos in den Isofix auf der Rücksitzbank verankern. Da Camperboys auch reichlich Zubehör vermietet, haben wir für den Zeitraum einen komfortableren Kindersitz mit gemietet. Um die kürzeren Fahrten am Tag so angenehm wie möglich für die Kinder zu gestalten, schafften wir mit Snacks, Büchern und Kinderliedern Ablenkung und legten längere Pausen ein.

Frankreichs Autobahnen sind zum größten Teil gebührenpflichtig. Die Maut wird streckenweise pro gefahrenen Kilometer erhoben und an Zufahrtsschranken entweder in Bar oder mit Kreditkarte bezahlt. Wir haben uns im Voraus eine Mautbox von Bip&go besorgt, um Télépéage-Spuren (beinah) ohne Halt zu passieren. Die Abrechnung erfolgte bequem via Lastschrift. Ach ja, und bitte tankt nicht an den überteuerten Autobahntankstellen. Günstig tanken könnt ihr an den Hypermarchés wie Carrefour oder Auchan, die in der Regel 10-15 Cent pro Liter günstiger sind und an den Randgebieten von größeren Städten liegen.

Stellplatzsuche auf Campingplätzen

In der Nebensaison war es für uns nie ein Problem einen freien Stellplatz auf einen Campingplatz zu bekommen, obwohl wir nirgends reserviert hatten. In der Hauptsaison solltet ihr jedoch reservieren, da Franzosen gerne im eigenen Land Urlaub machen.

Frankreich hat hinsichtlich familienfreundliche Campingplätze sehr viel zu bieten. Die Auswahl an Plätzen ist immens und hier ist für jede Familie was dabei. Ihr findet Stellplätze auf Bauernhöfe, bei Weinbauern, bis hin zum 5-Sterne Camping mit Pool und Kinderanimation. Städten und Kommunen bieten zum Teil auch Stellplätze kostenfrei oder gegen ein geringes Entgelt an (Camping Municipal). Die Plätze sind zwar auf das Nötigste beschränkt, aber für eine Durchreise wunderbar geeignet. Das Gute ist die Freiheit, einfach den nächsten Platz anzusteuern, falls der erste nicht gefällt. Wir hatten auf unserer Reise den ein oder anderen kostenfreien und sicheren Schlafplatz, den wir während der Fahrt über die App Park4Night herausgesucht haben.

Bei der Auswahl der Campingplätze haben wir uns vorher Gedanken über die Familientauglichkeit gemacht. Der Platz sollte geräumig sein, in der Natur liegen und kinderfreundliche Aktivitäten (bspw. Pool, Spielplatz) bieten. Die Plätze Les Grands Pins (Lacanau-Ocean), Lous Seurrots (Contis) und Panorama du Pyla (Dune du Pilat) können wir für Familien wärmstens empfehlen. Alle Plätze sind unweit vom Ozean entfernt und inmitten der Natur in Kiefern- oder Pinienwälder gelegen. Zum Teil haben die Anlagen auch direkte Strandzugänge.

Packliste für den perfekten Roadtrip mit Kind

Nach Ankunft haben wir es uns immer so richtig gemütlich gemacht. Erstmal die schattenspendende Markise am Grand Cali ausgefahren und Tisch und Stühle rausgestellt. Für die Kleinste haben wir einen Hochstuhl mitgenommen, der problemlos im großen Kofferraum des Grand Californias neben dem geliebten Laufrad und Roller Platz fand. Zu empfehlen ist außerdem eine große, weiche und bestenfalls isolierte Krabbelmatte, damit die Kinder auf dem Boden spielen können.

Wenn Du mit Kindern auf Tour ist, sollte natürlich auch das passende Spielzeug auf Deiner Packliste stehen. Das geliebte Sandspielzeug und das Duplo durfte auch nicht fehlen. Beim Camping benötigst Du alles mögliche an Krimskrams und all die Dinge wollen vernünftig untergebracht sein. Hier können wir von Herzen Stapelboxen empfehlen (bspw. die von IKEA). Damit schaffst Du nicht nur Ordnung und bestmögliche Übersicht in der Heckgarage, sondern auch ein sicheres Verstauen während der Fahrt. Jeder Camping-Urlauber hat unterschiedliche Ansprüche, was auf der Packliste stehen muss. Für das Reisen mit zwei Kleinkindern waren uns Utensilien wie ein Sonnenschirm- oder Zelt, UV-Kleidung, ein kleines aufblasbares Planschbecken, das gewohnte Töpfchen und Spielzeuge, wie das bereits erwähnte Duplo, uns persönlich wichtig.

 

 

Da Camping auch immer bedeutet, für die Dauer der Reise mit begrenzten Platz und Stauraum auskommen zu müssen, solltest Du dich auf das Wesentliche beschränken. Schließlich ist es für die Familie sowieso das Schönste vor Ort Ausflüge zu unternehmen, Baden zu gehen und gemeinsam als Familie Zeit in der Natur zu verbringen. Familienzeit ist die schönste Zeit. Abenteuer erleben, viele Bilder als Erinnerung schießen und eine tolle Auszeit von Zuhause haben.