Jacqueline

Jacqueline ist freie Redakteurin mit Wurzeln in München. Sie lebt in Hamburg und liebt es, gemeinsam mit Kind und Mann, unterwegs zu sein. Hier schreibt sie über ihre Reisen mit Kleinkind im Camper. #kleinkindimcamper #minicamper

Wir wollen raus! Das erste Wochenende mit Kind im Camper

Die Tage werden länger, die Temperaturen steigen und das Grün sprießt. Uns zieht es wieder mehr in die Natur und auch unser Kleiner hat mehr Spaß, sich draußen zu bewegen und zu spielen. Der perfekte Zeitpunkt, für den ersten Wochenendurlaub mit Kind im Camper.
Die anstehenden Osterfeiertage bieten die passende Gelegenheit für den ersten Ausflug des Jahres im Bus. Also einfach packen, Camper Boys anrufen und los? Ganz so einfach ist es für uns mit Kleinkind im Camper dann doch nicht. Auch, wenn Ostern in diesem Jahr auf Ende April fällt, sollten wir uns ein paar Gedanken über die Temperaturen während unserer Ferien machen.
Mit Kind im Camper unterwegs
Es gibt kein schlechtes Wetter...

Während die meisten einen Campingurlaub mit Kleindkind eher im Sommer planen, stellen wir uns auf wechselndes Wetter ein. Dass gerade die nächtlichen Temperaturen auch Ende April noch sehr niedrig sein können, versuchen wir gekonnt wegzulächeln. Außerdem haben wir großes Vertrauen in den von uns reservierten Bus. Das verfügbare Modell, der VW T6 California Ocean, verfügt über eine Zusatzheizung und kann mit flauschigen Decken und Kissen angemietet werden. 
Zur Sicherheit planen wir für den Kleinen einen gefütterten Schlafanzug und Socken ein.

Auch unsere Outdoor-Kleidung schreit „April-Wetter“. Neben der Frühjahrsausstattung müssen dringend die Gummistiefel, die Regenjacke und die allzeit bewährte Matschhose mit in den Koffer. Und hier stoßen wir auch schon auf die erste Hürde. Wie packt man genug für einen Kurzurlaub mit Kleinkind und ist doch in alle Richtung abgesichert. 
Mal so, von mir zu euch – man ist nie komplett abgesichert. Aber gut vorbereitet kommt schon nah dran. Packlisten helfen und die Frage: „brauchen wir das wirklich!?“
Wo soll die Reise hingehen?
Der nächste Punkt auf unserer Liste ist die Route. Wir wollen von München aus losfahren, nicht zu weit weg, aber weit genug, damit es sich nach Urlaub anfühlt. Wir planen unsere Route Richtung Bodensee. Auch, weil wir auf schönes Wetter und milde Temperaturen hoffen. Unser Tipp für die Fahrt mit Kind im Camper: früh losfahren! Unser Kleiner schläft dann meist noch einmal ein und kommt ausgeruht am Urlaubsort an. Für uns auch ein Bonus, da er Autofahren nicht so toll findet und das ab einem bestimmten Punkt meist in Geschrei endet. 

Freistehen oder Campingplatz?
Zum Urlaub mit Kind im Camper gehört für uns auch immer die gewisse Roadtrip-Romantik und ein Gefühl von Freiheit, wenn man den Bus in der freien Natur parkt. Für Eltern mit Windelkind ein Gefühl, das nicht lange währt. Natürlich ist das schade, aber … und hier kommt das große ABER … beheizte sanitäre Anlagen übertrumpfen im Moment der überquellenden Windel auch den schönsten Platz in der Natur. Über den Geruch im Bus reden wir jetzt erst gar nicht. Wir entscheiden uns also, unser Debüt auf einem Campingplatz zu geben.

Ein weiterer Vorteil sind zusätzlich nutzbare Räumlichkeiten, wie Trockenräume oder Haushaltsräume. Spielplätze innerhalb des Campingplatzes und die Wahrscheinlichkeit, andere Familien mit Kindern zu treffen sind ebenfalls ein Punkt, der zum Erholungsfaktor beitragen kann.
Und sollte es uns auf dem Campingplatz doch zu langweilig werden, dann packen wir unser rollendes kleines Haus einfach wieder zam und suchen uns eine wunderschöne Stelle in der Natur. Frei und ungebunden, trotz drohender Kackastrophe.

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