Hubertus

Hubertus ist Vollblumusiker und reist leidenschaftlich gerne. Mit Sonja machte er sich auf den Weg, um als erste Tester unsere Norditalienroute zu erkunden. Denn wo lässt es sich leichter die Seele baumeln lassen als an den Seen in Norditalien?

Norditalien und seine Seen – unvergleichlich schön – Teil II

Wer träumt nicht davon, in einem VW-Bus die wunderschöne Landschaft der Lombardei zu entdecken? Versteckte Wasserfälle in den Bergen, bekannte und weniger bekannte Seen, und überhaupt: „La dolce Vita“! Wir haben geträumt und unser Traum ist in Norditalien in Erfüllung gegangen. Hier kommt der zweite Teil der Reihe!

Das Highlight Mailand

Raus aus der wunderschönen Natur in Norditalien rund um den Lago Maggiore geht es auf die Autobahn Richtung Mailand. Wir passen uns, so gut es geht, dem italienischen Fahrstil an. Mit dem Bulli – kein Problem.

Ein Highlight unseres Roadtrips durch Nordtalien steht an: Wir treffen Ted Russel Kamp. Begnadeter Bassist der Band von Duff McKagan, seines Zeichens Gründungsmitglied der bekannten Band Guns‘n Roses. Ted ist wirklich ein Vollblutmusiker.

Das Konzert ist der Hammer und es hat sich sehr gelohnt, unseren Naturtrip für einen Tag zu unterbrechen, um ins Großstadtgetümmel einzutauchen.
Wir halten es einfach so, wie es uns Duff in seinem letzten Song mit auf die Reise gibt: „All you need is just a little Patience”.

„Patience“ brauchen wir allerdings gleich am nächsten Tag in Mailand. Hier ist der Teufel los und den Verkehr scheint eben dieser aus der Hölle mitgebracht zu haben.
Ein Tipp für alle Van-Reisenden, die Mailand besichtigen wollen: Übernachtet auf dem etwas außerhalb liegenden Agriturismo in „Ronchetto delle Rane“. Das ist so ein bisschen Camping auf dem Bauernhof, aber dennoch nur 350 Meter von der Mailänder Straßenbahn entfernt. Umgeben von viel Grün steht euer Bus sicher im Schatten, und ihr kommt stressfrei ins Centro.

Trotz Verkehrschaos, Schweißausbrüchen bei der Parkplatzsuche und Schrecksekunden mit Rollerfahrern ist Mailand eine unendlich schöne und elegante Stadt.
Wer Zeit hat, sollte sich unbedingt Karten für die Scala sichern
sichern. Ein Erlebnis, das man so schnell nicht vergisst. Die Besichtigung des Doms von Innen haben wir uns gespart, denn die lange Schlange von Touristen und die Eintrittspreise (zwischen 17 und 25 Euro) haben uns schlichtweg davon abgehalten.
Noch schnell einen Espresso in einer der berühmten kleinen Espressobars und dann nichts wie raus aus der Stadt und weiter auf unserem Roadtrip durch Norditalien.
Mailand Norditalien

Back on the road

– Richtung Como und die Straßen werden enger und enger.
Die Landschaft hier ist wieder einmal unbeschreiblich schön. Como ist eine tolle Stadt, aber leider auch sehr voll.
Wir fahren lieber gleich weiter in den Norden. Bellagio heißt der Ort. Die Straße schlängelt sich am See entlang, die Ausblicke sind atemberaubend. Eigentlich wollten wir hierbleiben, doch zu schön ist die Fahrt in den Sonnenuntergang. Vorbei an Lecco geht es an der Küste entlang Richtung Varena. Ein weiterer toller Tipp auf der Route durch Norditalien.

Wir übernachten diesmal auf dem Campingplatz „Continental“. Dieser ist nur wenige Schritte vom See entfernt. Nach einem Sprung ins Wasser ist schnell der Campingtisch ausgepackt, der Kocher angeschmissen und es wird losgekocht. Camping-Kulinarik von der feinsten Sorte mit Rotwein, Gitarrenmusik und gutes Essen. Mit dem Rauschen der kleinen Wellen des Sees im Hintergrund schlafen wir ein.
Ausblick auf Norditalien Route

Varena, ein guter Tipp

Der Tipp der CamperBoys, die Stadt Varena zu besuchen, steht bei uns ganz oben auf der Liste. Der Besuch lohnt sich, denn das Städtchen ist eine wahre Perle in Norditalien und liegt natürlich am Wasser. Ein Restaurant neben dem anderen und alle mit Seeblick. Wir entscheiden uns für ein kleines Verstecktes in den schmalen Gässchen von Varena. „Borgovino“ heißt das klitzekleine Ristorante, das man eher zufällig entdeckt. Außen stehen drei Tische eng an der Hauswand, innen sind es sieben. Es gibt ein Menü oder man sucht à la carte aus wenigen, hervorragend klingenden Speisen aus. Die Spaghetti – hausgemacht und bestimmt die beste Arrabiata weit und breit. Der Wein – unglaublich und der Service freundlich und zuvorkommend.
Wirklich alles zu empfehlen.

Nach dem Essen besuchen wir das Leonardo Da Vinci Museum, wobei Museum ein wenig übertrieben ist. Es ist ein Raum, in dem Skizzen des Künstlers ausgestellt sind. Sie sind Nachdrucke aus den original „Codice Atlantico“, dem gebundenen Ausgaben aller Zeichnungen, Skizzen und Notizen von da Vinci. Er hat über 20 Jahre in Mailand gelebt und hier „Das letzte Abendmahl“, neben der „Mona Lisa“, sein berühmtestes Werk, geschaffen. Wir schlendern noch ein wenig durch die Gassen, gehen ein Stück den Berg hinauf und entdecken das wunderbare Restaurant „Ristoro del Castello“ und bei einem Cappuccino genießt man von hier aus den atemberaubenden Blick auf den See.

Windsurfen und Kiten am Comer See

Es wartet unsere nächste Destination auf uns. Ein schön gelegener Campingplatz am Nordteil des Comer Sees, der Lido di Colico. Ein absolutes Highlight, denn er ist Ruhig gelegen und es ist wenig los. Wir bekommen einen Platz für unseren Bus direkt am See. Hier bleiben wir zwei Nächte.
Windsurfen oder Kiten laden uns ein, zu bleiben und die nahegelegenen Restaurants eröffnen uns weitere Möglichkeiten, um uns kulinarisch auszutoben.
Doch wir bevorzugen unser eigenes Restaurant: die Küche unseres Bullis. Hat schon was, dieses freie Leben! Wir genießen die Tage am See, die Seele baumelt wie ein Herbstblatt im Wind und am Tag des Aufbruchs vergießen wir fast eine Träne im See.

Abtei von Fiona

Ein letzter Höhepunkt: Wir besichtigen das nahegelegene Kloster, die Abtei von Piona.
Am Eingang werden wir von Statuen Heiliger begrüßt. Wir zweifeln allerdings schnell an der Heiligkeit des Ortes, als wir die Hinweise sehen, keine Wertsachen im Auto zu lassen. Anscheinend schrecken die Räuber auch nicht vor den gesegneten Hallen der Kirche zurück, dennoch ist es ein schöner Ort. Still am Wasser – ein Kloster mit Seeblick. Die Mönche wissen schon genau, wo es am Schönsten ist.

Der Heimweg - eine filmreife Kulisse

Doch auch der klösterliche Segen hilft nich, Heimreise ist angesagt.
Wir sind über die Alpen gekommen, also müssen wir auch über die Alpen wieder zurück. Diesmal nehmen wir nicht den San-Bernardino-Pass, sondern kurven über den Julierpass auf 2284 Meter hinauf. Aber auch hier: Ausblick auf schneebedeckte Berge, Täler. Natur pur. Das Ganze ist eine filmreife Kulisse.

Die Schweiz begrüßt mit Almglocken und Gerstensuppe. Man könnte meinen, Heidi und der Geißenpeter kommen gleich ums Eck und setzten sich zu uns.

Jetzt geht es Schlag auf Schlag und wir nähern uns der Heimat.
Wir haben viel erlebt in Norditalien in dieser kurzen Zeit mit unserem treuen Begleiter, dem CamperBoy Bus. Wir werden ihn vermissen.
Sicher ist: Es war nicht unsere letzte Tour mit einem Van.
Alles, was es bis dahin braucht, ist: „A little patience“.
Berge Norditalien
Wenn du jetzt auch Lust auf einen unvergesslichen Roadtrip hast, dann buche schnell einen unserer Camper.

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